Von Gelb nach Magenta
Ein Postillon in München
wollt seine Wohnung tünchen.
In Gelb, so dacht er, sei's natürlich.
Er dachte eben sehr manierlich.
Doch dann erkannte er mit Grausen:
wenn Postmenschen im Gelben hausen,
dann kommt die Selbstverwirklichung, die Gute,
gar niemals mehr auf ihre Bude.
Sie findet nämlich Gelb be*********.
Sie sagt, sie könnt ihn niemals küssen,
wenn gelb die Wände, gelb die Decken,
das gäb in ihrem Herzen Flecken.
So hat der Postler sich besonnen
und eine andre Farb genommen.
Nur für die Selbstverwirklichung am Ende
nahm er sein Schicksal in die Hände:
"Ich wechsle Farbe und Gesinnung!
Ich wähl nicht mehr die Postler-Innung!
Seht her: Magenta ist von Vorteil.
Und ich, ich wechsel zu t-mobile."
Die Selbstverwirklichung, man mag's kaum glauben,
kam schon am nächsten Tag gelaufen.
Ganz atemlos hat sie geschrien:
"Kannst du mir schnell das Kleid auszieh'n?!"
wollt seine Wohnung tünchen.
In Gelb, so dacht er, sei's natürlich.
Er dachte eben sehr manierlich.
Doch dann erkannte er mit Grausen:
wenn Postmenschen im Gelben hausen,
dann kommt die Selbstverwirklichung, die Gute,
gar niemals mehr auf ihre Bude.
Sie findet nämlich Gelb be*********.
Sie sagt, sie könnt ihn niemals küssen,
wenn gelb die Wände, gelb die Decken,
das gäb in ihrem Herzen Flecken.
So hat der Postler sich besonnen
und eine andre Farb genommen.
Nur für die Selbstverwirklichung am Ende
nahm er sein Schicksal in die Hände:
"Ich wechsle Farbe und Gesinnung!
Ich wähl nicht mehr die Postler-Innung!
Seht her: Magenta ist von Vorteil.
Und ich, ich wechsel zu t-mobile."
Die Selbstverwirklichung, man mag's kaum glauben,
kam schon am nächsten Tag gelaufen.
Ganz atemlos hat sie geschrien:
"Kannst du mir schnell das Kleid auszieh'n?!"

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